Was Deutschland über KI und Algorithmen weiß und denkt

Die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung schliesst an die Studien aus 2018 und 2021 an.

Die Studie zeigt folgende Trends:

Die Ergebnisse zeigen folgendes:

Das Wissen und die Kompetenz über Funktionsweisen und Einsatzbereiche der Künstliche Intelligenz und Algorithmen hängt vom Bildungsniveau ab.

Für die meisten Menschen sind die KI und die Algorithmen eine Black-Box, deren soziale und gesellschaftliche Auswirkung sie nicht einschätzen können. Gepaart wird das Unwissen mit einer Naivität, dass den Anwendung mit hoher sozialer Bedeutung, wie die Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung, Kreditentscheidungen und teilautomatisierter Personalauswahl wenig misstraut wird.

Insgesamt überwiegt eine große Unsicherheit bis Skepsis in der Frage, ob der Einsatz der KI die Welt für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft mehr Vor- als Nachteile bringt.

Die Bekanntheit des Begriffs Algorithmus ist von 72 % auf 81 % gestiegen. Dabei ist die Bildungsschere grösser geworden. Je höher die Bildung ist, umso mehr können die Befragt:innen etwas mit dem Begriff Algorithmus anfangen.

Der Begriff Künstliche Intelligenz (KI) ist bekannter als der Begriff Algorithmus. 88 % gaben an, den Begriff KI schon mal gehört zu haben. In den typischen alltäglichen Anwendungsfeldern (Gesichtserkennung, Rechtschreibung- und Satzbaukontrolle in der Textverarbeitung) hat sich die Kenntnis über KI gegenüber den letzten Untersuchungen um gut 10 Prozentpunkte erhöht.

Die Akzeptanz von KI und Algorithmen, wie z.B. bei automatisierten Entscheidungen, steigt, je bekannter den Befragt:in das potenzielle Einsatzgebiet für algorithmischen Systeme ist. Allerdings hängen Vorbehalte gegenüber den Systemen eng zusammen, mit den sozialen Auswirkungen. Je geringer die sozialen Auswirkungen einer KI-Entscheidung ist, umso geringer sind auch die Vorbehalte.

Auffällig ist, dass bei einzelnen Anwendungen teil-(automatisierter ) Entscheidungen mit großem sozialen Schadenspotenzial wie z.B. Kreditprüfung, Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung und bei der Vorauswahl von Personalentscheidungen die Akzeptanz von 36 % (2018) auf 51 % (2022) erhöht hat.

Eng damit im Zusammenhang stehen die Ergebnisse, dass es den meisten immer noch schwerfällt, die Relevanz der KI für das eigene Leben und den Alltag zu erkennen. Wenig verändert hat sich auch eine weit verbreitete Unentschlossenheit, ob die gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen der KI und der Algorithmen positiv oder negativ zu bewerten sind. 40 Prozent haben dazu keine klare Meinung. 80 % der Befragten sind sogar der Meinung, dass automatisierte Entscheidungen weder bei sich selbst noch bei anderen Benachteiligungen feststellen konnten.

Bei denjenigen, die eine klare Meinung über die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen der KI haben, überwiegt eine negative Meinung. 33 % der Befragten, die eine klare Meinung haben, meinen, die KI-Anwendungen machen die Welt ungerechter.

Quelle: http://www.bertelsmann-stiftung.de

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