Wirksamkeit von Coaching aus neurowissenschaftlicher Sicht

Coaching-Massnahmen haben meistens zum Ziel, den Coachee in persönlichen und fachlichen Themen zu unterstützen. Im beruflichen Umfeld stehen häufig Veränderungen persönlicher Verhaltens-weisen im Mittelpunkt des Coachings. Wobei die Trennlinie zwischen Psychotherapie und Coaching nicht immer klar ist.

Wie wirksam kann nach bisherigen Erkenntnissen der Neurowissenschaft ein Coaching für eine Veränderung von persönlichen Verhaltensweisen sein?

Die Persönlichkeit eines Menschen bildet sich u.a. über vier Ebenen des Gehirns heraus. Es sind drei limbische Ebenen und eine kognitive Ebene. Das Bewußtsein hat keinen Zugang zu den beiden unteren limbischen Ebenen, wo vier der sechs psycho- neuronalen Grundsysteme liegen. Die vier Grundsysteme der Persönlichkeit im unteren limbischen System sind:

  1. Das Stressverabeitungssystem,
  2. das Selbstberuhigungssystem,
  3. das innere Bewertungssystem und
  4. das Bindungssystem.

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Diese Systeme entstehen während der Schwangerschaft und während der kindlichen Amnesiephase, also jenseits
jeden Bewußtseins in den ersten drei Lebensjahren. Das Impulshemmungssystem sowie der Realitätssinn und die Risikowahrnehmung sind mit dem mesolimbischen und den bewußten Zentren verbunden und sind dem Bewußtsein zugänglich.

Für die Wirksamkeit des Coachings bedeutet dies nun, dass die unteren Teile der Persönlichkeit, die in den unteren limbischen Systemen liegen und während der kindlichen Amnesiephase entstanden sind, ein lebenslang stabil bleiben und sich maximal mühsam überlernen lassen. Dabei können sich die limbischen Strukturen immer wieder durchsetzen. Ein Coachee kann also nur die Wirkung aber nicht die Ursachen durch Impulskontrolle hemmen. Wenn also jemand wenig resilient ist, dann kann er den Umgang mit einer geringen Stresstoleranz ändern, aber nicht mehr das Ausmaß seiner Stresstoleranz.
Ebenso lebenslang stabil bleibt die Art und Weise der Bindung, Bewertung und Selbstberuhigung. Veränderbar sind dagegen alle Bereiche der Selbsteinschätzung und der Wirkung auf andere Menschen. Aber nur dann, wenn der Coachee etwas ändern will und beharrlich an den Themen arbeitet. Denn selbst dort, wo Erwachsene sich ändern können, dauert es lange. Zentrales Moment bei allen Ansätzen, ist die Wertschätzung und das Vertrauen zwischen Coach und Coachee.

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