Personalerblog

Die Psyche ist für KI unverfügbar

Über die grandiose Gegenstandsverfehlung der mathematischen Fetischisten und Allmachtsfantasten

Die Psyche ist für die Mathematik unverfügbar.

Dieser und der nächste Beitrag beschäftigen sich mit der Frage, ob die moderne maschinelle Datenverarbeitung, die allgemein KI genannt wird, die menschliche Psyche und damit die Gefühle von Menschen mathematisch erkennen, bewerten, einschätzen und vorhersagen kann?

Der Autor ist kein Gegner der maschinellen Datenverarbeitung. Sie wird uns in vielen Bereichen wertvolle Dienste leisten. Als Zertifizierter KI-Manager, Diplom-Psychologe mit dem Schwerpunkt der Neurowissenschaft beschäftige ich mich intensiv mit der Anwendung der Datenverarbeitung in Zusammenhang mit menschlichen Verhalten.

Dieser Beitrag ist eine thematische Fortsetzung des Beitrags, wo ich über den Mythos der KI gesprochen habe.

Ein aktueller Trend der maschinellen Datenverarbeitung ist das Affective Computing. Damit ist gemeint, menschliche Gefühle mit Hilfe der maschinellen Datenverarbeitung zu analysieren, zu bewerten, sozial einzuordnen, vorherzusagen und zu optimieren.

Es gibt nicht wenige Informatiker, die davon überzeugt sind, dass sie mit angewandter Mathematik und maschineller Datenverarbeitung das Verhalten, die Absichten und Gefühle von Menschen erkennen, vorhersagen und verbessern können.

Diese Aussage weckt eine Menge wirtschaftlicher Verwertungsphantasien in der Werbe- und Warenwirtschaft sowie der Selbstoptimierungsindustrie. Die Messbarkeit und Vorhersagbarkeit menschlicher Gefühle zahlt auf eine Reihe von polizeilicher und politischer Kontroll- und Machtphantasien ein. Sie rechtfertigt die totale Überwachung der Bürger durch eine messbare und das wird häufig gleichgesetzt, erfolgreiche Gewaltprävention.

Wenn die KI nach wie vor Datenverarbeitung auf Basis der angewandten Mathematik der Informatik ist, dann handelt es sich im Kern um die Frage, ob mathematische Methoden die Spezifik menschlicher Emotionen überhaupt messen oder erfassen können?

Ich verneine diese Frage.

Die Grundform des Psychischen und ihre Grundfunktion der Emotionalität sind für die Mathematik auf Grund ihrer Gegenstandsbeschaffenheit unverfügbar. Ich zeige, dass sich das Wesen des Psychischen und der Emotionen schon in ihren Grundformen der mathematischen Messbarkeit entziehen.

Bevor wir den Schaden, den die Affective Computing in der Breite und Tiefe anrichten kann, betrachten, ist es sinnvoll, sich zunächst mit der Besonderheit der menschlichen Subjektivität als Widerspiegelungsverhältnis zwischen dem Individuum und seiner Lebensrealität anzusehen. Das wird im nächsten Beitrag erläutert.

Danach befasse ich mich mit dem Affective Computing, also der Erfassung der Gefühle mit elektronischen Datenverarbeitung.

Der letzte Beitrag zu diesem Thema wird sich mit den Fragen der Datenverarbeitung von Palentir beschäftigen und ihre gravierenden Folgen für die freiheitlichen Grundrechte in unserer Demokratie aufzeigen.