Industrie 4.0 und andere technologische Megatrends machen Personalarbeit zunehmend überflüssig


Industrie 4.0 ist in aller Munde. In diesem Zusammenhang lassen sich vier Trends erkennen, die die Personalarbeit in Zukunft verändern werden. Diese Trends gelten nicht für jede Branche. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Veränderung durch die Digitalisierung hängt stark davon ab, wie stark das jeweilige Geschäftsmodell selbst von der Digitalisierung abhängt oder duch sie erhebliche Produktivitätsfortschritte kurzfristig machbar oder notwendig sind.

Es lassen sich vier Megatrends erkennen:

  • Industrie 4.0 = Produktion on demand und Robotik in der Produktion
  • Big Data = der moderne Rohstoff sind Daten der User, die gewinnbringend verkauft werden
  • Cloud Working = Digitalisierung von  internen und externen Zuliefererprozessen
  • Netz der Dinge und Dienstleistungen = neue Geschäftsmodelle der Selbststeuerung über das Internet ersetzen alte Geschäftsmodelle

Alle vier Trends werden zu einem radikalen Personalumbau oder -abbau führen. Die Umstrukturierung der Belegschaft sowie die Veränderungen der Aufbau- und Ablauforganisationen führen dazu, dass sich administrative Prozesse der Personalarbeit zunehmend automatisieren werden. Sie können über Customer Self Service Systeme mit kleinen Personalabteilungen geleistet werden. Nur dort, wo Automatisation zur Höherqualifikation führt, wird Personalarbeit mehr gestalterisch tätig sein können, allerdings mit kleineren Personalabteilungen als heute üblich.

Die Trends im einzelnen:

Industrie 4.0 = Produktion on demand und Robotik in der Produktion

Industrie 4.0 ist ein Zukunftsprojekt, bei der es in erster Linie um eine Digitalisierung der Fertigungstechnik gehen soll. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet. Idealerweise soll der Kunde von seinem Smartphone oder Tablet direkt seine Bestellung in die Produktion eingeben (Produktion en demand).  Im Zusammenhang mit den Suppy Chain Management können somit Aufwände für vor- und nachgelagerte Prozesse in der Produktion so gestaltet werden, dass sie überwiegend automatisiert ablaufen.

Das Handelsblatt berichtet in seiner Ausgabe vom 17.2.2015, dass beim Thema Industrie 4.0  die deutsche Unternehmerlandschaft zwiegespalten ist: Einerseits beobachten viele Firmen das Thema noch aus einer gebührenden Distanz, anstatt zu handeln – zu groß ist etwa die Angst vor Datenverlust. Andererseits würde niemand bestreiten, wie wichtig Vernetzung und Digitalisierung für die Zukunft der industriellen Produktion ist. Sowohl Politik als auch Wirtschaft versuchen das Thema voranzutreiben.

Aus diesem Anlass trifft sich am 17. Feburar 2015 in Berlin Wissenschaftsministerin Johanna Wanka mit der Fraunhofer-Gesellschaft und Unternehmensvertretern – eingeladen sind laut Unternehmenskreisen 50 Teilnehmer, darunter die Chefs von T-Systems, Schaeffler, SAP, Boehringer sowie führende IT-Manager etwa von Bosch, Thyssen-Krupp, BASF, VW, Daimler oder der Allianz.

Geht es nach BDI-Chef Ulrich Grillo, werden entscheidende Impulse künftig aus Deutschland kommen. „Wir wollen in Deutschland Gewinner und Produzenten der Industrie 4.0 sein, unsere Zukunft darauf aufbauen“, sagt Grillo und warnt: „Wir laufen Gefahr, international den Anschluss zu verlieren.“ Er verweist dabei auf die Netzwerke, die sich bereits in den USA und Asien gebildet haben. Gleichzeitig zeigt er Verständnis für die Verunsicherung vieler Firmen: „Industrie 4.0 bedeutet Strukturwandel. Branchengrenzen verschwimmen, Geschäftsmodelle und Produktionsprozesse in der gesamten Wirtschaft verändern sich teilweise radikal.“ (HB vom 17.2.2015)

Laut einer Studie der Beratungsfirmen PwC und Strategy arbeiten bereits zwei Drittel der deutschen Unternehmen aktiv an der Digitalisierung und Vernetzung ihrer Wertschöpfungsketten. Die befragten Firmen gehen davon aus, dass sie die Effizienz ihrer Produktion um durchschnittlich 3,3 Prozent steigern können. Gleichzeitig erhoffen sie sich Kosteneinsparungen von 2,6 Prozent im Jahr. Die Produkte sollen dabei auch noch besser und flexibler werden, um individuelle Wünsche der Kunden zu erfüllen.

Das Potenzial für die deutsche Industrie ist enorm. Eine Studie von Fraunhofer und dem Branchenverband Bitkom kommt zu dem Schluss, dass allein im Maschinen- und Autobau, in der Elektrotechnik, Chemie, Landwirtschaft und in der Kommunikationsbranche bis 2025 ein zusätzliches Potenzial von 78 Milliarden Euro erwartet werden kann.

Im folgenden wird erklärt, wie sich die Änderungen auf die Arbeitswelt und auf die Personalarbeit voraussichtlich auswirken.

Die Digitalisierung verändert die Steuerung von Produktionsanlagen radikal. Dabei übernimmt die Datenwolke eine entscheidende Rolle. Die Suche nach Branchenstandards hemmt bislang noch die Entwicklung. Noch tasten sich Unternehmen und IT-Dienstleister vorsichtig in die neue Welt vor. Technisch möglich wäre schon heute vieles, sind Experten überzeugt. Problematisch wird es an den Schnittstellen, über die Daten zukünftig in der Cloud zusammentreffen. Seit knapp zwei Jahren arbeiten daher beispielsweise die Branchenverbände Bitkom, VDMA und ZVEI in der Plattform „Industrie 4.0“ zusammen. Das Ziel ist neue Standards.

Es ist die Suche nach einer gemeinsamen Sprache, die Lösungen von IT, Maschinenbau und Elektroindustrie verbinden kann. Das Tempo des technischen Wandels wird aber nicht so hoch sein, sondern entlang der langfristigen Investitionszyklen der Industrie verlaufen. So verlockend manche Möglichkeiten auch klingen mögen: Wenn Infrastruktur verlässlich funktioniert, wird sie so schnell nicht umgekrempelt.

Früher brachten Autobauer wie BMW und Volkswagen etwa alle sieben Jahre einen neuen 5er oder Passat heraus. Die Modellreihe wurde dann in der Regel auf einer eigenen Fertigungslinie produziert.Das war einmal. Inzwischen haben sich die Produktzyklen in der Autoindustrie verkürzt, wie in vielen anderen Branchen auch. VW zum Beispiel will nun alle fünf Jahre ein neues Modell herausbringen. Gleichzeitig haben sich die Modellpaletten aufgefächert. Als Folge muss auch die Fertigung flexibilisiert werden: Auf einem Fließband müssen dann mehrere Modelle gebaut werden.

Kein Wunder, dass die deutschen Autobauer da zu den Vorreitern in Sachen Industrie 4.0 gehören, wie die Computerisierung der Industriemaschinen genannt wird. Heute kann die Fertigung eines Modells schon am Rechner geplant werden, auch wenn die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Das spart Zeit. Gleichzeitig wird die Fertigung deutlich effizienter, weil Maschinen und Produkte miteinander kommunizieren.

Volkswagen will die Kosten weiter senken und dazu in großem Umfang in der Produktion Menschen durch Roboter ersetzen. Volkswagen selber gibt zwei Gründe an, Roboter einzusetzen:

  • Zum einen könne das Unternehmen mit Hilfe von Robotern Fertigungskosten senken.
  • Zum anderen könne die nicht ergonomische Arbeit abgeschafft, qualifizierte Arbeit verstärkt und Beschäftigung gesichert werden.

Durch den verstärkten Einsatz von Robotern soll der Nachteil des Hochlohnstandorts Deutschland ausgeglichen werden. In der deutschen Automobilindustrie liegen die Arbeitskosten bei mehr als 40 Euro pro Stunde, in Osteuropa sind es elf, in China gegenwärtig noch unter zehn Euro. Ein Roboter am Band kostet je nach Einsatz und Maschinenart drei bis sechs Euro pro Stunde, inklusive Instandhaltungs- und Energiekosten.

Gleichzeitig bedeutet der Vormarsch der Roboter aber auch eine enorme Herausforderung für den Arbeitsmarkt. Im kommenden Jahrzehnt werde der Anteil der Automatisierung in der Fertigung von jetzt 10 auf dann 25 Prozent steigen, prognostiziert die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) in einer neuen Studie. Denn die neuen Roboter und intelligenten Maschinen sind nicht nur besser, sondern werden auch immer billiger. Dieser Trend werde die Hersteller veranlassen, Menschen verstärkt durch Maschinen zu ersetzen. In der Elektronikfertigung werde in der Regel ein Arbeiter gegen einen Automaten ausgetauscht, sobald sich mindestens 15 Prozent der Kosten sparen lassen, lautet ihre Faustformel. Schon jetzt kostet ein Roboter in der  amerikanischen Elektronikbranche im Schnitt nur vier Dollar die Stunde gegenüber dem Arbeiterlohn von 24 Dollar pro Stunde.

Durch den Roboter-Boom werde die Belegschaft in US-Fabriken in den kommenden zehn Jahren um fast ein Viertel schrumpfen, sagen die Berater voraus. Und auch für die Lohnentwicklung der verbleibenden Arbeiter verheißt die billige Maschinenkonkurrenz nichts Gutes.

Für die Personalarbeit bedeutet dies mittel- und langfristig, dass sie zumindest nicht mehr sondern eher weniger Personal betreuen wird. Das Personal, dass übrig bleibt, wird höherqualifiziert und betreuungsintensiver. Damit wird der Wandel der Personalarbeit von der administrativen zur gestaltenden Arbeit in diesen Unternehmen für hochqualifizierte Mitarbeiter zunächst verstärkt.

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Big Data = der moderne Rohstoff sind Daten der User, die gewinnbringend verkauft werden

Nicht nur Facebook oder Google nutzen das Internet, um möglichst viele Daten über uns zu sammeln. Jaron Lanier beschreibt in seinem Buch „Wem gehört die Zukunft?“ sehr schön, wohin uns Big Data führt am Beispiel von Versicherungsunternehmen in den USA.

Versicherer erfassen oder kaufen Gesundheitsdaten im grossen Stil ein. Diese werten sie aus, um einen optimalen Profit zu machen. Dies können sie mit den Gesundheitsdaten auf verschiedenen Wegen erreichen. Sie können bestimmte Kunden ausschliessen oder so hohe Versicherungsprämien verlangen, dass sich das Geschäft wieder lohnt oder kostenintensive Versicherungsleistungen von vornherein ausschliessen. In Deutschland führen Versicherungsunternehmen eine „schwarzen Liste“ über Versicherte. Die Versicherungen tauschen Daten über Betrüger aus. Doch Hunderttausende Kunden haben sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Datenschützer nennen die Praxis rechtswidrig – und schweigen. In dem System sind Namen und Daten von 1,7 Millionen Personen gespeichert.

Interessant daran ist, dass dies über „Sirenenserver“ organisiert wird, die riesige Datenmengen sammeln. Sirenenserver sind Hochleistungsserver, die über die verschiedenen Plattformen im Internet alle möglichen Daten von Nutzern absaugen. Diese dabei entstehende Datenwolke wird mit intelligenten automatisch ablaufen Logarithmen auswertet. Die dabei gewonnen Daten werden gewinnbringend an alle verkauft, die damit wiederum ihre Geschäftsmodelle opitmieren, wie z.B. Versicherer.

Die deutschen Banken entdecken das Thema Digitalisierung – später als viele ausländische Institute. Besonders in Polen, Spanien und Großbritannien ist man viel weiter. Es ist eine Revolution. Nach Musik, Zeitungen, Handel und Autoindustrie erfasst die Digitalisierung nun mit voller Wucht die Bankenwelt. Dort fegt sie alte Strukturen beiseite – und zwar besonders im Filialgeschäft. „Im Privatkundengeschäft wird die Veränderung viel größer sein als in den Geschäftskundenzweigen“, warnt Christoph Bubmann, Chief Client Officer der Deutschen Bank, anlässlich einer Digitalisierungs-Debatte des Instituts am Montagabend in der Flagship-Filiale Q110 in Berlin. „Unsere größte Herausforderung sind nicht die technischen Veränderungen, sondern die Kunden“, glaubt Bubmann. Denn die blieben nicht mehr einfach bei ihrer Hausbank, sondern suchen sich Anlageprodukte und Kredite im Internet zusammen.

Diese Prozesse sind – wie CCO von der Deutschen Bank darstellt weniger personalintensiv und benötigen daher keine Personalbetreuung oder Personalarbeit. Die Organisation von profitablen und nützlichen Wissen wird immer mehr über Computer gesteuert.  Personalarbeit wird erst gar nicht gebraucht oder zunehmend überflüssig. Herkömmliche Formen des Wissensmanagements werden zum Teil entwertet. Versicherer und andere Dienstleister können ihre  Geschäftsmodelle optimieren und gleichzeitig Personal im großen Stil abbauen. Hier wird nur noch eine unbedeutende Anzahl von Personalern benötigt.

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Cloud Working  = Digitalisierung von allen internen und externen Zuliefererprozessen

Clouds sind weltweite Netzwerke der Zusammenarbeit von freien und festangestellten Mitarbeitern. Die Entwicklung ist voll im Gange, nicht nur durch die Leiharbeit.
Unternehmen lösen Teile ihrer Belegschaft auf (IBM goes liquid)

Die Festanstellungen sind trotz Arbeitsmarktboom in Deutschland um 18,5% zurückgegangen. Laut Spiegel (Heft 6/2012) ist schon 20% der Belegschaft ausgesourct. Inbesondere große Unternehmen lagern einen Teil ihrer Servicebereiche in Shared Service Center aus, um Kosten zu sparen. Die Mitarbeiter des Unternehmens werden z.B. in Personalfragen und Gehaltsabrechnung europaweit aus Tschechien oder Irland betreut. Kunden werden ebenso europaweit je nach Sprache aus einem Kundencenter koordiniert. Logistikabteilung werden aufgelöst und auf Fremdanbieter ausgelagert usw.

Bild 1: Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern!

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Die Leiharbeit in Deutschland ist um 79% gestiegen. IBM will 8.000 von 20.000 Arbeitsplätzen allein in Deutschland abbauen. Mitarbeiter sollen je nach Projekt- und Arbeitsbedarf eingestellt oder entlassen werden.

Cloud Working ist der zukünftige Arbeitsraum

Durch leistungsfähige mobile Technologien können immer mehr Unternehmen weltweit ihre Arbeit in virtuellen Clouds organisieren (Bild 2). Das funktioniert so: Die besten Spezialisten werden weltweit zu den besten Konditionen in den Unternehmen gehalten. Übrig bleibt nur noch eine kleine Kernbelegschaft zur Kundenbindung und Kundengewinnung. Alle anderen Mitarbeiter werden vorübergehend in Projekten beschäftigt. Diese bieten sich in Arbeitsnetzwerken oder Vermittlungsforen für Arbeitskräfte an. Die Auswahl funktioniert wie eine Art „Apple Shop“. Wie bei Apple kommen nach strengen Zertifizierungskriterien nur Menschen in die Cloud, die diese Auflagen erfüllen. Dabei wird es unterschiedliche Gütegrade geben. Spezialisten werden projektübergreifend im virtuellen Arbeitsraum organisiert und koordiniert.

Menschen, die zeitweise und permanent in der Cloud beschäftigt sein wollen, müssen ihre Qualifikation auf verschiedenen Ebenen eigenständig oder in Kooperationen mit den Unternehmen weiterentwickeln. Sie werden bewertet durch spezielle Bewertungsportale von Kunden, Unternehmen oder sozialer Netzwerke.

Bild 2: Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern!
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Cloud Worker haben viele Vorteile für die Unternehmen.

  • Unternehmen umgehen nationale Arbeitsrechtsstandards
  • Personalkosten können eingespart und flexibilisiert werden
  • Nutzung von weltweiten Arbeitsmärkten
  • Auswahl der besten Talente weltweit
  • Lösung regionaler demografischer Probleme
  • Staffel-Produktion rund um die Uhr entlang der Zeitzonen

Konsequenzen für die Menschen und die Arbeitswelt

Es werden immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit gehen und in einem weltweiten Wettbewerb stehen. Es wird immer mehr „bunte Lebensläufe“ geben, die einen Wechsel von Festanstellung und selbstständigen Arbeitsformen haben. Die digitale Bewertung von Menschen im Netz wird auch über die berufliche Entwicklung eine immer grössere Rolle spielen.

Menschen werden immer mehr vereinzeln und sich über die digitalen Medien weltweit mit anderen Menschen in der Zusammenarbeit vernetzen. Es entstehen virtuelle Arbeitsbeziehungen. Es werden nur noch wenige soziale Identifikationen mit den Unternehmen stattfinden. Die einzig verlässliche Größe ist die eigene Employability (eigene Arbeitsmarktfähigkeit).

Inbesondere das deutsche Arbeitsrechtssystem und der deutsche Sozialstaat werden sich stark verändern. Mitbestimmungsrechte müssen neu ausgehandelt werden. Sozial- und Einkommensstandards werden sinken, weil der Maßstab nicht mehr nationale Arbeitsmärkte, sondern der weltweite Arbeitsmarkt ist. Damit Menschen von dem Einkommen leben können, müssen sie entweder mehrere Jobs machen oder in andere Regionen der Welt auswandern, wo sie vom dem Geld leben können.

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Netz der Dinge und Dienstleistungen = neue Geschäftsmodelle der Selbststeuerung über das Internet ersetzen alte Geschäftsmodelle

Der rasante Wandel des Internethandels zeigt, wohin die Reise auch in anderen Lebensbereichen gehen kann. Immer mehr Fachläden in den Innenstädten schliessen. Immer mehr Einzelhändler bieten neben dem stationären Ladengeschäft einen Internet-Shop an, um zu überleben. Traditionelle Kaufhausketten wie Quelle und Karstadt verschwinden oder es gelingt ihnen wie der Otto-Versand, sich dem rasanten Wandel anzupassen.

Das Netz der Dinge wird zu einem radikalen Wandel der Geschäftsmodelle auf breiter Front führen. abnb oder Uber sind nur die ersten Vorläufer, die das Hotel- und Taxigewerbe aufmischen. Die Zukunft gehört den selbststeuernden Geschäftsmodellen, die Anbieter und Kunden über Apps zusammenbringen. Dabei handeln die Akteure nicht immer zimperlich. Am Beispiel des Mode-Online-Markts kann man mögliche Entwicklungen schon jetzt gut beobachten.

Weniger Wachstum, aber viele neue Ideen scheint dort der Trend zu sein. Der Wettkampf wird immer härter und der Ton immer rauher zwischen den Start-ups wie Zalando und der Otto-Group. Mit der Sättigung des Marktes wird der Wettkampf härter. Jetzt geht es darum, die eigene Position in dem Acht-Milliarden-Euro-Markt nachhaltig zu sichern. Und das ist teuer. Mit den unterschiedlichsten Strategien kämpfen unzählige Anbieter um die Kunden. Branche wappnet sich für einen langen Kampf.

In solchen Szenarien bleibt eine gestaltende Personalarbeit auf der Strecke, denn es geht darum, Personalkapazitäten abzubauen oder irgendwo anders in der Welt günstig aufzubauen. Wenn die Marge zerfällt, ist kein Platz mehr für humanitäre Personalarbeit. Hier wird maximal noch exekutiert.

Den Trend des Online-Mode-Marktes ist auch für die anderen Geschäftsmodelle zu erwarten, die über die Interneplattformen oder Apps laufen. Sie alle leben von der Standardisierung, der jeder Digitalisierung als Wesen innewohnt. Damit werden der Preis, die hohe Ablaufsicherheit sowie die Umsatz pro Zeit zu den wirtschaftlichen Kriterien. Eine qualifizierte und gestalterische Personalarbeit benötigen diese Unternehmen nicht mehr.

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